Alles halb so schlimm, das mit der Fähre

Hier mal ein kurzer Zwischenbericht, von meiner Insel-Tour durch Kroatien. Ein klein wenig machte ich mir vorher Sorgen, ob das mit der Fähre auch gut klappen wird. Heute kann ich sagen: Wer in eine Tiefgarage zum Parken fährt, kann auch Autofähren benützen. Nema Problema! 
 Hier seht ihr ein Foto mit Blick aus meinem Wohnmobil, als ich auf die Fähre von Krk nach Cres wartete. Das Ticket lösen ist so einfach wie ein Parkticket ziehen. Dann fährst du auf deine, vom dort auf dich wartenden Personal zugewiesene Spur. Und rauf gehts, auf den Dampfer. Kiste abstellen, und ab aufs Oberdeck, wo man die Aussicht bestens genießen kann.

Bei einer solchen Überfahrt mit der Autofähre kann es schon passieren, dass neben dir Deutsch, Kroatisch und Spanisch gesprochen wird. Ein Blick aufs Autokennzeichen verrät: die kommen aus Deutschland. Ich sitze in meinem Wohnmobil und quatsche die Familie mit dem Sprachenmischmasch neben mir an: „Woher kommt ihr, aus Deutschland? Weshalb sprecht ihr dann Spanisch und Kroatisch?“

Die Antwort ist simpel: Sie gebürtige Spanierin, er Kroate, beide leben in Aachen. Er spricht noch Französisch und Holländisch, weil er im Grenzgebiet bei der Deutschen Bahn arbeitet. Sie wuchs in Deutschland auf, ihre Eltern stammen aus Katalonien. Der Urlaub mit ihren Eltern findet diesmal im Herkunftsland ihres Mannes, in Kroatien, statt. Fazit: Nirgendwo erlebt man das Mittelmeer und seine Inselwelt so intensiv wie hier. Nirgendwo gehört Fähre und Boot so zum Alltag, wie in Kroatien. Und dieses Reisen und Fahren mit Trajekt (=Autofähre) oder einem Luftkissenboot oder Motorboot ist auch nirgendwo so intensiv in den Alltag eingebunden, wie in diesem kroatischen Teil der Adria. Da sind wir uns gleich einig, die Aachener Spanisch-Deutsch-Kroaten und ich. Und wir stellen fest, während wir die frische Brise auf dem Oberdeck während unserer Überfahrt auf Cres genießen, es ist gut in Europa zu leben. Und mehrere Sprachen zu sprechen. Und Kroatien ist einfach Insel-Mittelmeer pur.

Diese europäische Familie wird mich später in Cres nochmal mit ihrem Passat winkend überholen. Als ich in den Ort hinein fuhr, einen Parkplatz suchte.

Seemann, Seefrau

Die Überfahrt mit Fähren ist komfortabel. Klimaanlagen gekühlte Großraumkabinen mit Buffetbetrieb sorgen für dich. Du hast am Oberdeck eine tolle Aussicht auf das Meer und die Fahrtroute. Also sind viele der Passagiere draußen und genießen die Seefahrt und den Wind. Es geht aber ganz ruhig ab. Und mein Tikro wartet währenddessen unten am Autodeck auf mich. Ganz brav, bis wir wieder rausfahren dürfen, unsere Tour fortsetzen.

Alles halb so schlimm also, die Sache mit der Fähre. Und da die Kroaten ein Seefahrer-Volk sind, gehört eine Bootsfahrt für mich einfach dazu. Will man dieses Land bereisen.

Für euch unterwegs, mit sommerlichen Grüßen – Angelika Wohofsky

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