Auf die Markise kommt es an

Ein großer Name ist bei den Campingausrüstern allgegenwärtig: Fiamma. Der Markisen-Hersteller ist seit 1945 am Markt und für die Zuverlässigkeit seiner Produkte bekannt. Ohne Markise läuft sowieso nichts auf Reisen mit dem Wohnmobil.

So eine Markise gehört einfach zu einem Wohnmobil dazu. Bei fleißigen Wohnmobil-Fahrern, wie wir von der Blog-Redaktion welche sind, wird sie auch als „Wäscheständer“ missbraucht. Denn  ohne Markise am Fahrzeug kann man kaum die Reisepausen zum Trocknen der Wäsche nützen. Vor allem dann nicht, wenn es wettertechnisch instabil ist. Man immer wieder mit Regengüssen rechnen muss.

Markise fürs Wäsche trocknen

Wohnmobil mit Fiamma-Markise.
Wohnmobil mit Fiamma-Markise, ausgefahren um die Wäsche trotz Regengüssen zu trocknen.

Wir haben unsere Fiamma-Markise am Wohnmobil immer wieder als Halterung für die Wäscheleine benützt. Hier seht ihr sie voll ausgefahren am Tikro M4, mit dem wir rund 7500 Kilometer im heurigen Sommer unterwegs waren.

Wenn man zwischen den Stützen der Markise noch eine Leine spannt, dann gibt das zusätzliche Hängemöglichkeit. Ideal also für lange Sachen wie Badetücher. Auch kann man diese gut über die seitlichen Stützen hängen, wenn sie nach der Dusche oder dem Strandbesuch trocknen sollen.

Außerdem nützten wir die Markise als Regenschutz, wenn wieder einmal ein kleiner Schauer über den Campingplatz hinwegzog. So konnte die Wäsche weiterhin am Ständer trocknen, und wir sparten uns das Aufhängen derselben im Wohnmobil. Auch das Benützen eines Wäschetrockners, den es auf den meisten Campingplätzen zwar gibt, konnten wir uns damit ersparen.

Schattenspender und Schutz vor Nadeln

Nackt dastehen, das ging gar nicht. Die Markise wurde fast immer ausgefahren, auch wenn wir nur über Nacht blieben.
Nackt dastehen, das ging gar nicht. Die Markise wurde fast immer ausgefahren, auch wenn wir nur über Nacht blieben.

Als zweites Anwendungsgebiet hatten wir unsere Fiamma-Markise auf jenen Campingplätzen in Gebrauch, wo wir in der prallen Sonne standen. Als Schattenspender also. Und um nicht ganz so nackt neben dem Stellplatznachbarn zu stehen. Schließlich vermittelt eine Markise das Gefühl, das Womo sei ein Haus mit Terrasse.

Außerdem bot die Markise Schutz vor herabfallenden Piniennadeln und Rindenstücken. Letztere fallen gerne von den Ästen der Eukalyptusbäume. Und sie landen, wenn die Markise nicht ausgefahren wurde, direkt am Campingtisch oder auf der zum Trocknen aufgehängten Wäsche.

Markise auch unter den Bäumen ausgefahren, zum Schutz vor herabfallenden Nadeln und Blättern.
Markise (rechts) auch unter den Bäumen ausgefahren, zum Schutz vor herabfallenden Nadeln und Blättern.

Fiamma als Ausrüster legendär

Ein Wörtchen noch zum Markisen-Hersteller. Fiamma gibt es seit 1945. Die italienische Firma begann mit ersten wirklich legendären Campinggaskochern aus Aluminium. Seit den 1970ern führt man ein komplettes Zubehörsortiment für das „Leben im Freien“.  Und spätestens seit den 80ern genießt Fiamma einen weltweiten Ruf als Spezialist für wirklich innovatives Equipment am Campingsektor.

Die Markisen von Fiamma gibt es in vielen Farben. So passt das Markisen-Design auch zu jedem Reisemobil. Typisch italienisches Design eben. Technisches Detail muss schließlich auch optisch zum Gesamtbild passen.

Das Material ist feuerhemmend, lichtresistent und abwaschbar. Da das Markisen-Tuch nicht genäht, sondern verschweißt wird, verfügt dieses über eine höhere Reißfestigkeit und Wasserresistenz als vergleichbare Produkte anderer Anbieter. Außerdem kann man eine Fiamma-Markise auch nass aufrollen. Das ist wichtig in der Praxis, wenn es geregnet hat, man morgens weiter fährt. Und man nicht warten kann oder will, bis das Markisentuch abgetrocknet ist. Oder man spritzt die Markise mal beim Service mit dem Dampfstrahler ab, weil die Vögel wieder mal das Tuch verschmutzt hatten.

Ein spezielles Rollsystem verhindert, dass man die Markise irrtümlich verkehrt herum aufwickelt. Fiamma hat damit ein idiotensicheres Rollsystem entwickelt.

Übrigens: Eine einwandfreie Schließung der Markise am Gehäuse garantiert der Hersteller noch nach Jahren. Unsere F45 ist 6 Jahre alt. Das Aufrollen und Schließen lief wie geschmiert.

Tipp – Markise montieren!

Wie gesagt, wir hatten unsere Fiamma F45 permanent in Gebrauch. Nur einmal hatten sich ein paar Piniennadeln am Markisengehäuse verfangen. Mit einem Besen waren diese aber schnell beseitigt. Danach konnte man die Markise einwandfrei einfahren und schließen.

Allen neuen Wohnmobilisten können wir nur raten: Falls keine Markise am Womo montiert ist, spätestens nach dem Lesen dieses Artikels werdet ihr sie haben wollen. Wir möchten unsere Fiamma-Markise jedenfalls nicht mehr missen.

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3 Gedanken zu „Auf die Markise kommt es an“

  1. Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für den spannenden und hilfreichen Artikel zum Thema Markisen. Es gibt ein solch großes Sortiment an Markisen – das ist Wahnsinn, wie soll man sich da nur entscheiden? Super finde ich es auch, dass ihr Tipps gebt, wie man die Markise am Einfachsten anbringt. Danke auch dafür!

  2. Hallo…
    ich muss auch sagen, meine Markise ist ständig im Gebrauch und ich wundere mich sehr, das ich seit einem guten Jahr immer häufiger lese, wir haben ein neues Womo aber Markise brauchen wir nicht….
    Gerade im Sommer ist meiner Meinung nach eine Markise Gold wert.
    Ein sehr interessanter Bericht!

    LG Isa

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