Schlafen im Fass ist das etwas andere Camping

Das Camping an ungewöhnlichen Orten „arbeitet“ sich seit ein paar Monaten regelrecht durch die Medienwelt. Da wird in Tauchglocken geschlafen, man quartiert sich in Kirchen ein oder verbringt den Urlaub in einem Beduinenzelt. Hauptsache verrückt, anders, cool, abgefahren.

EishotelWer Filme über Reisen und fremde Länder liebt, dem wird schon aufgefallen sein, dass es immer verrücktere Destinationen gibt. Den Anfang dieses Campingtrends setzte das Eishotel in Jukkasjärvi in Schweden.

Diese ungewöhnlichen Destinationen erfinden das Camping regelrecht neu. Das klassische Camper-Zelt wird vom indianischen Tipi oder einer mongolischen Jurte abgelöst. Oder man nächtigt in umgebauten Zirkuswagen und Baumhütten. Immer steht hinter solchen ungewöhnlichen Destinationen jedoch ein ausgeklügeltes Themenkonzept. Denn mit diesen Unterkünften der anderen Art werden Gefühle, Kindheitswünsche und Erinnerungen wach.

Das Tipidorf am Camp Terme Catez in Slowenien lädt große und kleine Kinder zum Eintauchen in die Welt des Wilden Westens ein.
Das Tipidorf am Camp Terme Catez in Slowenien lädt große und kleine Kinder zum Eintauchen in die Welt des Wilden Westens ein.

Wer wollte als Kind nicht im Baumhaus übernachten? Wer hat nicht gerne Indianer gespielt und Karl May Filme gesehen? Genau diese Erinnerungen werden wach, wenn man am slowenischen  Camp Terme Catez das Tipidorf sieht. Da stehen Indianerzelte und gleich nebenan gibt es eine Wild-West Wagenburg mit Planwagen. Wetten, dass in den Tipis so manche Familie glücklich übernachtet hat? Weil sie plötzlich wieder Kind sein durften –  alle zusammen mit Papa, Mama und den Kindern.

Campingfass

Das Campingfass für Groß und Klein

Aber in unserem heutigen Beitrag wollen wir über Schlaffässer berichten. Das sind jene überdimensionalen Weinfässer, die man bereits auf Campingplätzen sieht. Und die dort als Unterkunft den Campern zur Verfügung gestellt werden.

Das erste Fass dieser Art sah die Redaktion von ReisenMobil am Caravan Salon 2015 in Düsseldorf. Da standen sie, diese Dinger, bei deren Anblick man automatisch denkt:

„Muss ich das Fass zuerst austrinken, um es beziehen zu können?“

Heute müssen wir von ReisenMobil  nicht mehr nach Düsseldorf, um ein Schlaffass zu begutachten. Drei von diesen rustikalen Unterkünften stehen jetzt nämlich am Strandcamping Podersdorf am See im Burgenland.

Das Fass als Übernachtungs-Alternative passt dort genau hin. Denn am nördlichen Ende des Neusiedlersees liegt auch eines der großen Weinbaugebiete Österreichs. Schlafen im Fass passt hier also thematisch wunderbar in die Region.

Gemütlich wie eine Höhle

Nun aber zur Ausstattung des sogenannten Campingfasses. Dafür präsentieren wir euch die ersten Fotos von den Schlaffässern in Podersdorf. Die werden nämlich derzeit aufgestellt und eingerichtet.

IMG_0963Das Campingfass bietet Platz für maximal 2 Erwachsene und 2 Kinder. Im rückwärtigen Bereich ist ein Doppelbett (217 x 200 cm) untergebracht. Unter diesem befindet sich ausreichend Stauraum für die persönlichen Sachen. Und an der Rückwand gibt es auch ein kleines Fenster mit Isolierverglasung. Es lässt sich zum Lüften entweder vollständig nach innen öffnen oder in Kippposition bringen.

IMG_0958Im vorderen Bereich gleich nach dem Eingang befindet sich ein ausziehbarer Tisch mit 2 längsseitig verlaufenden Sitzbänken. Diese werden mit einfachen Handgriffen zu 2 getrennten Kinderbetten (210 x 70 cm)  umgebaut.

Der Tisch (140 x 55 cm) wird dafür unter das Doppelbett nach rückwärts geschoben. Und damit im Stauraum versenkt. Auch unter den Sitzbänken befindet sich ausreichend Stauraum für persönliche Sachen bzw. die Spielsachen der Kinder.

IMG_0964Ebenfalls im vorderen Bereich des Campingfasses befinden sich Steckdosen und Stromanschluss. Also keine Angst, Handy und Laptop lassen sich hier auch laden.

Und elektrisches Licht ist im Innenbereich ebenfalls installiert. Man muss also nicht im Dunkeln sitzen.

12745819_1033257340064010_3441013694716890355_nWir stellen es uns aber romantisch vor, bei Sonnenuntergang und offener Türe drinnen zu kuscheln. Und dabei den Blick auf den Neusiedlersee zu genießen.

IMG_0961Das Campingfass ist rund 4,3 Meter lang und durchschnittlich 2,2 Meter breit. Das ergibt rund 9,4 Quadratmeter Wohnfläche, die man ja im hinteren Bereich doppelt nützen kann, weil sich unter dem Bett der größere Stauraum befindet. Er misst 100 x 200 cm.

20160222_111946Im Außenbereich des Campingfasses befinden sich links und rechts neben dem Eingang 2 kleine Hausbänke. Auch dort kann man gemütlich sitzen, Kaffeehäferl, oder stilsicher ein Glaserl Wein in der Hand und schon lässt sich der Tag genießen.

Die Tür ist mit einem Sicherheitsschloss versehen, die man von außen und innen abschließen kann. Die beiden Fenster links und rechts der Türe lassen ausreichend Tageslicht ins Innere des Campingfasses.

Das Campingfass ist außerdem eine Vollholz-Konstruktion aus Kiefernholz (46mm Kiefer-Blockbohlen). Und es wirkt wie eine Art „Hobbit“-Behausung. Ideal also für den Urlaub mit Kindern.

Reines Campingfeeling

Man fühlt sich im Campingfass sofort pudelwohl. Denn drinnen ist es total gemütlich mit den hübschen Vorhängen, den Polsterbezügen und der Bettwäsche drin. Es riecht angenehm nach Holz. Die Kiefer wirkt ja auch auf das Gemüt und den Kreislauf, haben wir uns erklären lassen.

Und uns beschleicht das Gefühl, in einer kleinen Blockhütte zu sitzen. Fehlt nur noch der Häferlkaffee mit Schlag und eine Cremeschnitte dazu. So kennen wir ja das Hüttenfeeling vom Winterurlaub.

Tipp: Campingfässer sind eine ideale Alternative für den Familienurlaub mit kleinen Kindern. Oder, man fährt als frischverliebtes Paar in Urlaub. 🙂

Schlafen im Fass

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