3 Inseln in Kroatien – 3 Welten einer Womo Tour im März

Gegensätzlicher könnten sie nicht sein, die Inseln in Kroatien. Nämlich die drei großen unter ihnen: Pag, Rab und Cres/Losinj. Die Inseln sind viel stiller, als vermutet. Und offenbaren sich jetzt im März als wild und ursprünglich. Ein wenig Abenteuer für Womo-Reisende.

Ich möchte euch diesmal nur Bilder von meiner Reise zeigen. Impressionen, die sich neben Recherchen auf den Campingplätzen von Gebetsroither so ergaben. Also schaut und genießt.

Insel Pag, wie eine Wüste

Ich betrat Pag zum ersten Mal und wusste sofort, das ist die steinigste der 3 großen Inseln in Kroatien. Ihr Merkmal: Geröll, Geröll und extrem wenig Boden mit vielen Schafen. Dass hier überhaupt etwas wächst?!

Insel Pag
Das schwarze Asphaltband windet sich durch die Steinwüste vom Fährhafen in Zigljen herauf.

Nur die Straßen sind wie fremde, schwarze Bänder in die Landschaft montiert. Natürlicher wirken die vielen Steinmauern, die sich ebenfalls über Kilometer über die Hochfläche spannen. Der Zweck dieser Mauern: Sie sollen die Schafe davor bewahren, unkontrolliert spazieren zu gehen. Es sind Zäune, Zäune für die Schafe.

Pag
Links die Stadt Pag, mittig im Bild die Salinen und rechts unser Tourmobil, der Compact SLS.

Die Stadt Pag liegt in einer Senke. Mittig hinten im Bild seht ihr die Salinen, in denen Salz gewonnen wird. In diese Richtung führt auch die Straße wieder retour zum Festland. Rund 70 km sind es von Pag nach Zadar.

Pag
Das Tourmobil im Hafen von Pag auf der Zufahrt.

Der Pager Hafen wird von einer Mauer durchquert, auf der man zum Stadtzentrum zufahren und auf ihr auch parken kann. Der freundliche Kroate, den ich oben an der Straße nach dem Weg fragte, leitete mich dorthin. Es sei der beste Platz um in die Altstadt zu gelangen.

Pag Hafen
Pag mit Hafen und Teilen der Altstadt.

Die Altstadt von Pag grenzt an den Hafen, in dem jetzt viele Boote ankern. Im Hintergrund am Horizont drehen sich die Windräder zur Stromgewinnung. Ansonsten ist es still. Eine Handvoll Einheimischer arbeitet an der Renovierung der Häuser oder sie sitzen auf einen Espresso in dem einzigen Lokal, das zu dieser Zeit geöffnet hat. Gegen Mittag trinken die Insulaner sowieso gerne Kaffee oder machen eine Pause.

Pag Hafen Brücke
Der Hafen von Pag mit Booten und der charakteristischen Brücke.

Charakteristisch für Pag ist die Bogenbrücke, die das Hafenbecken an seiner engsten Stelle überspannt. Hinter der Brücke legen Fährschiffe an. Im Gegensatz zum Sommer sieht man jetzt hier nur wenige Menschen. Alles ist leer und verlassen, als ob die Zeit stehengeblieben sei.

Insel Pag
Das Tourmobil auf Pag am Weg zwischen Stadt Pag und Novalja. Eine Route wie in Texas. Trocken und im Sommer sicher glühend heiß.

Nach einer kurzen Rast zu Mittag und Besichtigung der Stadt Pag ging es zurück in Richtung Norden. Die Hochfläche erinnerte mich an Texas, am Weg nach El Paso. Kein Wunder, dass Dalmatien Schauplatz für zahlreiche Karl-May Verfilmungen war. Und dass die Inseln in Kroatien die Fantasie beflügeln.

Pag ist die flachste der 3 großen Inseln in dieser Region, aber auch die steinigste. Die Chance auf ein „Picknick“ mit Schafen ist zu dieser Jahreszeit wohl höher als auf ein Auto zu treffen. Outback auf kroatisch?

Schafe auf Pag
Schafe auf Pag, überall Schafe, die dem Pager Käse, Paski Sir, die Milch liefern.

Die ganze Insel „duftet“ hier nach Schaf, die wertvolle Milch für den berühmten Pager Käse, auch Paski Sir genannt, liefern. Ich hab ein Stück gekauft und es super gut verpackt. Der Geruch ist äußerst intensiv und nichts für feine Nasen.

Nein, meine lieben Kollegen daheim, es riecht nicht nach Paski Sir im Kühlschrank meines Wohnmobils!!! 🙂

Olivenhain im Norden

Oliven
Olivengarten auf der Insel Pag im Norden bei Lun.

Ab Novalja wird es auf Pag wieder grüner. Die karge Hochfläche verwandelt sich zuerst in dichte Macchia-Vegetation und dann zu einem einzigen Olivengarten. Wobei das Geröll sichtbar bleibt.

Unter den Bäumen wächst dieses gelb blühende Kraut, das etwas mit einem Wolfsmilchgewächs gemeinsam zu haben scheint. Mir wurde erklärt, man soll es nicht angreifen, denn es kann einen allergischen Ausschlag verursachen.

Olivengarten Pag
Rund um den Ort Lun auf Pag befinden sich große Olivengärten.

Und selbst der Hauptort hier im Norden, Novalja, welches im Sommer das Ziel vieler Touristen ist, liegt jetzt ganz still da. Ein paar Einheimische gehen spazieren. Und ein paar italienische und slowenische Touristen haben sich hierher verirrt, gemeinsam mit mir.

Novalja
Novalja mit Uferpromenade und Marina

Noch am selben Tag ging es am späten Nachmittag weiter auf die Insel Rab. Auf Pag war nämlich alles geschlossen. Am Campingplatz Strasko, auf dem Gebetsroither jetzt neue Mobilheime aufstellt, konnte ich nicht einfahren. Alles zu. Auch hier Stille. Erst nächste Woche wird an unserer Mobilheimanlage so richtig gearbeitet. Die Häuser sind aber schon vor Ort. Ich sah sie durch den Zaun am Areal stehen.

Rab, die Insel aus Sand

Ebenso viel Sand wie Geröll auf Pag bietet die Insel Rab. Den feinsten Sand findest du in den zahlreichen Buchten. Hier sind die Sandstrände von Felsen geschützt und der Wind verweht während der Wintermonate den Sand zu kleinen Dünen landwärts.

Camping AC San Marino in Lopar kann mit feinem Sand aufwarten. Ein Paradies für Kinder, die sich darin vergraben oder mit ihm Burgen bauen.

Rab, Autocamp AC San Marino
Neue Mobilheimanlage auf AC San Marino von Gebetsroither, Insel Rab, Lopar.

Das Gebetsroither-Dorf auf AC San Marino ist beinahe fertig. Die letzten Vorbereitungen und Anschlussarbeiten laufen auf Hochtouren. Schön ist es geworden.

Gas für Mobilheime
Auf AC San Marino in Lopar werden die Gasflaschen für die neue Mobilheimanlage geliefert.

Die Betreuer von AC San Marino sind fleißig am Werkeln. An diesem Vormittag wurde das Gas geliefert. Nun müssten alle Mobilheime angeschlossen sein.

Terrasse
Betreuerin Gordana putzt die Terrassen und Tische bei den neuen Mobilheimen.

Betreuerin Gordana zeigte mir nicht nur, wie die Tische auf den Terrassen geputzt werden, sondern auch die neue Mobilheim-Anlage.

Strand Lopar
Strand in Lopar am AC San Marino.

Und ich erfreute mich am Anblick des still daliegenden Strandes von Lopar. Ich kenne ihn, wie er in der Urlaubssaison aussieht. Kein Vergleich. 😉

Stadt Rab ein Kleinod

Stadtmauer Rab
Die Stadtmauer der Burg in Rab, auf die man hinauf klettern kann.

Danach begab ich mich über die Dächer von der Stadt Rab. Genau genommen erklomm ich die steile Treppe auf die Burgmauer, von der man einen grandiosen Ausblick auf Rab genießt.

Stadt Rab
Auch die vier Türme von Rab sieht man von der Burgmauer aus.

Das Panorama auf die Altstadt ist einzigartig und nur von der Burgmauer aus so zu sehen.

Burg Rab
Stadtmauer der Burg Rab, vom Stadtpark aus gesehen

Die Burg sollte man über den Stadtpark besuchen. Dieser liegt an der höchsten Stelle der Stadt Rab und ist mit schönen Spazierwegen gesäumt. Alle diese Wege führen auf die Burg Rab zu. Einer davon verläuft sogar entlang der Küste.

Segelschiff
Ein Segelschiff liegt bei Rab vor Anker.

Hier sah ich, Rab ist die am dichtesten besiedelte der 3 Inseln. Es war in der Vergangenheit kirchliches Zentrum mit einem Kloster und Handels- und Schifffahrtszentrum. Wenn man genau hinsieht, entdeckt man Segelschiffe, die im Hafen vor Anker liegen.

Tourmobil am Strand
Das Tourmobil am Strand von Padova III in Rab.

Mittag hielt ich wieder auf einem „verlassenen“ Campingplatz. Auch hier wird gearbeitet und die Saison vorbereitet. Ich stand mit dem Tourmobil auf Padova III, direkt in der Stadt Rab.

Cres – Insel der Berge

Am nächsten Morgen ging es früh los. Die erste Fähre sollte mich auf Krk und dann weiter auf Cres bringen. Sechs Uhr morgens Abfahrt bedeutete eine gute Stunde am Laptop auf der Fähre arbeiten können. Mobile Office war angesagt.

Fähre Rab
Das Tourmobil bei der Auffahrt auf die Fähre in Lopar um 6 Uhr Früh in Richtung Valbiska

Bei meiner Ankunft erschien der Fährhafen Merag auf der Insel Cres beinahe gespenstisch und ich schraubte mich die steile Küstenstraße hinauf auf das Hochplateau. Oben angekommen sieht der Reisende sofort: Hohe Berge sind für Cres charakteristisch.

Für einen Tag musste ich bis in den Süden der Insel, weiter nach Mali Losinj auf Camping Cikat. Auch hier wird noch geklopft und gehämmert. Während die letzten Terrassen montiert werden, widmet man sich schon der Außenanlage. Über 300 Pflanzen (Rosmarin, Oleander, Lavendel und Lorbeer) wurden gesetzt.

Terrasse Mobilheim Cikat
Während die letzten Aufbauarbeiten auf Cikat durchgeführt werden, wird schon die Außenanlage angelegt.

Loretta, die Betreuerin, half mir beim Dekorieren der Terrasse, um ein schönes Foto für euch zu schießen. Damit ihr Lust auf Urlaub bekommt. Und das Rosmarin-Bukett sowie den Buschen im Hintergrund (blühender Lorbeer) bekam ich als Geschenk mit nachhause. Jetzt duftet es mediterran in der Heckgarage meines Tourmobils.

Terrasse Cikat
Terrasse des neuen Mobilheims auf Cikat, Insel Losinj, Wein, Rosmarin, Lorbeer

Abenteuer Straße auf den Inseln in Kroatien

Am späten Mittag ging es für mich retour in Richtung Festland. Um nach Istrien bequem zu gelangen, nimmt man die Fähre in Porozina. Bis dorthin sind 80 km zu fahren, also rund eineinhalb Stunden Fahrzeit einzuplanen. Und diese Route hat auch immer mit etwas abenteuerlicher Fahrt aufzuwarten.

Route 100 Cres, Inseln in Kroatien
Die Route 100 nach Porozina führt ins Gebirge. Typische Straße für die Inseln in Kroatien.

Nach der Abzweigung zum Fährhafen Merag, von wo man auf Krk gelangt, ist die Route 100 noch gut ausgebaut. Doch das ändert sich bald.

Cres, Straße Porozina
Die Straßen scheinen hier in den Himmel zu führen, Route 100 nach Porozina.

Kaum vorstellbar, dass hier auch große Reisebusse unterwegs sind. Gleich drei davon kamen kurz nach mir im Fährhafen in Porozina an. Jedenfalls ist diese Route nichts für Angsthasen. Genaues Fahren und Aufmerksamkeit sind gefordert. Denn ordentliche Tiefblicke werden gratis mitgeliefert.

Schaf
Statt Wild, es soll hier auch viele Wildschweine geben, wechseln hier am Tag Schafe die Fahrbahn. Route 100 nach Porozina auf Cres.

Ganz oben fährt man den Gebirgszug entlang. Und wie auf einer richtigen Alm laufen hier Schafe herum. Aufpassen!

Reisetipp für Kroatien im März

Für eine Reise auf den 3 großen Inseln in Kroatien in der Kvarner Bucht sollte man zu dieser Jahreszeit wirklich alles mitführen. In manchen Supermärkten bekommt man kein frisches Fleisch. Und die Auswahl an Frischwaren ist deutlich eingeschränkt. Auf offene Gaststätten und Konobas sollte man gar nicht hoffen. Denn die Zeit scheint stehengeblieben.

Zum Übernachten kann man durchaus auf Parkplätzen stehenbleiben (Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit). Doch Campingtisch und Sessel auspacken würde ich unterlassen. Nur jetzt im kroatischen Winter bist du als parkender und übernachtender Camper geduldet. Zu anderen Reisezeiten müssen wir auf Campingplätzen stehen.

Das bringt mich zum nächsten Punkt. Wassertank entleeren, nachfüllen und Chemie WC bei jeder Gelegenheit servicieren! Die Campingplätze haben geschlossen. Keine Chance, dass du unterwegs dein „Hygienepaket“ wiederbefüllen kannst. Ich würde dafür einfach Camping Cikat anfahren. Denn dieser Platz hat auch während der Wintermonate offen.

Zusammenfassung

Wir haben es genossen, die 3 Welten unserer 3 wilden Inseln in Kroatien im „Winter“ kennenzulernen. Wer die Tour nachfährt, sollte aber alles einpacken, was man braucht. Und zwischendurch für den Service des Wohnmobils einen der wenigen offenen Campingplätze anfahren. Auch könnte dir diese Liste der Entsorgungsstationen bei der Planung deiner spätwinterlichen Womo-Tour behilflich sein.

Selbstverständlich lassen sich diese Ausflüge auch mit dem Auto unternehmen. Unterkünfte auf Campingplätzen dieser 3 Inseln in Kroatien findest du bei Gebetsroither, dem Spezialisten für Camping in Kroatien.

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