Das Kloster in Cres

Ist ein Besuch auf der Insel Cres geplant? Dann sollte man der Stadt Cres einen Besuch abstatten. Und einen Blick in das Kloster in Cres, neben der Kirche zum Heiligen Franziskus werfen. Dort zieht es einen in eine andere Welt. In die Welt des stillen Klosterlebens.

Kloster-Stille nahe der Werft

Der Eingang zum Franziskanerkloster in der Stadt Cres.
Der Eingang zum Franziskanerkloster in der Stadt Cres.

Der Creser Hafen teilt sich in den Yachthafen im historischen Zentrum. Und weiter südlich liegt der moderne Hafen mit Werft. Gleich gegenüber der Werft befindet sich das Franziskanerkloster, das im 14. Jahrhundert erbaut wurde.

Malerischer Kreuzgang im Kloster in Cres

Der Kreuzgang, Kloster in Cres.
Der Kreuzgang des Klosters in Cres.

Vor dem Kircheneingang steht eine Bronze-Statue des Heiligen Franziskus (Sv. Franjo). Und blickt man zum im 18. Jahrhundert erbauten Turm hinauf, sieht man auf den Schlusssteinen eigenartige Gesichter. Missgestimmte Fratzen sind in Richtung Süden vorhanden. Sie sollen den Regen bringenden Südwind, den „Jugo“ begrüßen. Im Norden des Turmes sieht man fröhliche Gesichter als Schlusssteine. Sie wenden sich dem Sonne bringenden Nordwind, der „Bura“ zu.

Ältestes Stadtwappen

Klosterhof mit Brunnen. Auf diesem das älteste Stadtwappen von Cres.
Klosterhof mit Brunnen. Auf diesem das älteste Stadtwappen von Cres.

Man sollte sich trauen, die Kirche zu betreten. Denn durch dieses Eingangstor gelangt man direkt ins Kloster in Cres und seinem wunderschönen Innenhof.

Im Klosterhof selbst befinden sich Grüfte und Grabplatten von bekannten Creser Familien. Und an der Ostwand des Klosterhofes sieht man Darstellungen berühmter Männer, die aus diesem Franziskanerkloster hervorgegangen sind.

Im Innenhof werden Konzerte abgehalten. Das Publikum sitzt rund um den Brunnen, auf dem das älteste bekannte Stadtwappen der Insel Cres in Stein gehauen ist. Das Kloster in Cres ist also ein äußerst geschichtsträchtiger Ort. Und das spürt man.

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Versteckter Klostergarten

Folgt man dem Kreuzgang, führt er dich in den rückwärtigen Teil des Franziskanerklosters. Dort gibt es noch einen kleinen Nebenhof. Auch hier ein Brunnen, der von der Kunstfertigkeit der Brunnenbauer zeugt.

Wieder ein Brunnen in einem Innenhof des Franziskanerklosters.
Wieder ein Brunnen in einem Innenhof des Franziskanerklosters, davor Rosmarin.

Dieser kleinere Innenhof ist mit Blumen und Kräutern in Töpfen und verschiedenen Gefäßen gesäumt. Als wollten diese den Besucher dazu ermuntern, noch ein Stück weiter ins Innere der Klosteranlage vorzudringen. Weiter zu gehen, um zu schauen, was sich noch hinter diesen Mauern verbirgt.

Der Weg führt in den Klostergarten.
Der Weg führt in den Klostergarten.

Denn der Weg führt direkt in den Klostergarten. Spätestens an diesem Ort bemerkt man die unglaubliche Stille, die vom Kloster ausgeht. Hier sieht man deutlich: alles, was man zum Leben braucht, wächst hier. Es gibt Gemüse und Kräuter.

Üppiger Gemüsegarten.
Üppiger Gemüsegarten im Hinterhof des Klosters.

Üppig reihen sich die Tomatenstöcke aneinander. Das Kraut steht dick im Beet. Der Klostergarten zeigt sich als klassischer Selbstversorgergarten, wie man ihn vielleicht noch aus der eigenen Kindheit in Erinnerung hat. Alles sehr gepflegt und ordentlich gepflanzt.

Lavendel und Bienen im Klostergarten.
Lavendel und Bienen im Klostergarten.

Hier gibt es neben dem Gemüse aber auch viele für die Insel Cres typische Kräuter. Wild duftenden Lavendel, auf dem sich Schwalbenschwänze und braune Fuchsfalter tummeln. So viele ihrer Art, wie man sie in mitteleuropäischen Breiten nicht mehr in solcher Menge antrifft.

Ein Fuchsfalter auf dem Lavendel.
Ein Fuchsfalter auf dem Lavendel.

Und beinahe auf jeder Lavendelblüte tummelt sich eine Hummel. Es summt und schwirrt. Man muss sich dafür nur ganz still auf einer der Steinmauern niederlassen. Schweigen und hinhören.

Hummeln lieben Lavendel und den süßen Nektar seiner Blüten.
Hummeln lieben Lavendel und den süßen Nektar seiner Blüten.

Abgeschirmt von der Außenwelt

Feigenbäume strahlen Ruhe aus.
Feigenbäume strahlen Ruhe aus.

Ja, da ist es wieder, das Hämmern und Klopfen von der Werft gegenüber. Aber diese Geräusche scheinen weit entfernt.

Der Klostergarten des Franziskanerklosters in der Stadt Cres fühlt und hört sich an, wie von einer fremden Welt. Man ist in einer anderen Dimension. Lässt sich unter Feigenbäumen nieder, ruht, schließt die Augen und entspannt. Dafür gibt es sogar eine  Ecke im Garten, entlang der Klostermauern, die wie ein Meditationsgarten dekoriert ist. Mit Bronzestatuen und Jesusdarstellungen, mit Wasserschalen und mit beruhigendem Grün überwuchertem Mauerwerk.

Jesus-Darstellung in der Meditationsecke des Klostergartens.
Jesus-Darstellung in der Meditationsecke des Klostergartens.

No Stress on Cres

Es heißt ja: „No Stress on Cres“. So lautet der Werbeslogan der Insel. Das trifft hier im Garten im Kloster in Cres absolut zu. Vor allem in seinem Mediationsbereich, mit einer Jesusdarstellung und den Skulpturen von Maria und dem Heiligen Franziskus. Sodass man sich in diesem Rückzugsbereich einfach aufgehoben fühlt.

Tipp: Einen Besuch in der Stadt Cres mit einer stillen Stunde im Klostergarten verbinden. Das ist Entspannung pur.

Der Klostergarten und das Kloster von Cres stehen unter dem Schutz des Heiligen Franziskus.
Der Klostergarten und das Kloster von Cres stehen unter dem Schutz des Heiligen Franziskus.

 

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