Kroatien im März – Anreise mit Überraschungen

#binjetztda ….in Kärnten in Weitensfeld im Gurktal. Das ist die erste Station zum Übernachten auf meiner Tour „Kroatien im März“. Das Tourmobil hat mich auf dieser ersten Etappe bereits mit sehr alltagstauglichen Hinweisen überrascht. Und es führte mich in den darauffolgenden beiden Tagen zügig bis auf die Insel Pag. Anreise geglückt.

Gegen Mittag fuhr ich von unserer Europazentrale in Weißenbach bei Liezen ab. Das neue Tourmobil, der Adria Compact Plus SLS, habe ich am Vormittag fertig gepackt. Danach ging es zum Tanken (90 Liter und voll war er), und noch zum Supermarkt. Dann ab auf die Autobahn in Richtung Süden.

Der SlideOut fährt sich gut!

Strömender Regen begleitete mich bis kurz vor Zeltweg. Auch der Wind wehte heftig. Das spürte ich am Fahrverhalten des SlideOut. Außerdem weiß ich, nach knapp 2 Jahren Womo-Touren, jedes Womo fährt sich anders und benötigt eine Gewöhnungsphase. Die hatte ich bis Friesach in Kärnten absolviert und wusste dann, so liegt er satt in den Kurven. Bewusstes Fahren wie einen Hecktriebler, und der Kerl zieht durch.

Fazit: Der SlideOut fährt sich gut und der durchzugsstarke Motor verleitet James, meiner  Navi-Stimme, zu Hinweisen wie: „You are over the speed limit!“

Übernachten bei der Jungfrau

Zwischenstopp Kroatien im März
Zwischenstopp in Weitensfeld im Gurktal auf meiner Anreise nach Kroatien.

Ich lege oft in Kärnten einen Zwischenstopp bei meinen Touren ein. Der Grund: Besuch bei der Familie und Bio-Lebensmittel bei meinem Bruder mitnehmen.

Also übernachte ich heute wieder einmal in Weitensfeld im Gurktal, der Heimat des Gurktaler Luftgeselchten. Das ist eine Speckspezialität, die einem italienischen Prosciutto um nichts nachsteht und sich auch mit kroatischem Prsut messen kann.

Tourmobil

Auf dem nächsten Foto seht ihr mich bei der steinernen Jungfrau von Weitensfeld stehen. Das passt zum Thema des Tages. Mein Womo ist auch jungfräulich und ich werde heute die erste Nacht in diesem verbringen. Was werde ich wohl träumen?

Jedes Jahr zu Pfingsten laufen in Weitensfeld im Gurktal übrigens 3 Burschen um die Gunst dieser steinernen Jungfrau um die Wette. Alle 25 Jahre steht statt dem Fräulein aus Stein eine echte Jungfrau aus Fleisch und Blut an ihrer Stelle. Ich glaube, die Story mit dem Jungfrau-Attest als Bedingung für „die Echte“ gab es zuletzt in den 1970er Jahren. 😉

Jungfrau in Weitensfeld

Bücher und gerollte T-Shirts

Jetzt abends hatte ich noch ein paar Sachen zu verstauen. Die Slideout-Technologie kostet etwas Stauraum. Also muss intelligenter gepackt werden. Auf einem Camperforum las ich: Wer die Kleidung rollt, spart Platz. Auch mein Kollege, der Arndt von der Werkstatt, erzählte mir unlängst, Kleidung rollen sei ein Trick für Platz sparendes Kofferpacken. Also rollte ich meine T-Shirts und Hosen zusammen. Und siehe da, alles passt in die Fächer!

Kleiderrollen
Shirts und Hosen gerollt, das spart Platz und man bringt diese Rollen wirklich überall unter.

Dieser Praxistipp wurde aber noch durch ein zusätzliches Feature im Compact SlideOut an diesem Abend getoppt. Beim Einrichten meines Bettes bemerkte ich:

Dieses Womo hat Staufächer für Bücher neben den Betten!

Wie toll! Vier Taschenbücher passen in die seitlichen Fächer. Sowas hatte ich noch nie. Der SlideOut ist ein Womo für Schriftsteller und Leseratten. Yeah!

Buchfächer
Sensationelle Entdeckung: Der SlideOut hat Fächer für Bücher neben den Betten!

 

So, Schluss. Morgen geht es weiter nach Slowenien. Und dann melde ich mich wieder, von meiner Reise „Kroatien im März“.

Die Gunst der Stunde nützen

Ich hatte mich am Sonntag, am zweiten Reisetag, schon dazu entschlossen, nach Kroatien durchzufahren. Der Grund: möglicher Stau am Montag vor der Grenze, weshalb also nicht durchziehen bis südlich von Krk. Gesagt getan, ich holte nochmal tief Luft und fuhr die Strecke ohne Verzögerungen bis Novi Vinodolski noch am Sonntag durch.

Zuvor erlebte ich eine spannende Privatführung im slowenischen Radovljica am Nachmittag – Details darüber möchte ich in einem weiteren Beitrag schreiben. Und dann fuhr ich weiter zum Arboretum nördlich von Laibach. Dort wollte ich zwar übernachten, aber ich dachte mir, dass am Montag wohl viel Verkehr in Richtung Süden zu erwarten sein wird. Deswegen plante ich um und beschloss, noch am selben Tag nach Kroatien weiterzufahren.

Die Grenze passierte ich ohne Verzögerungen. Und gegen 19 Uhr fand ich einen Parkplatz im Hafen von Novi Vinodolski, der mir sicher erschien. Gegenüber eine Tankstelle und ein Lokal, das den passenden Namen Captain`s Pub trägt, gut beleuchtet, schlug ich mein Nachtlager auf.

Übernachtung Novi Vinodolski
Gute Nacht Selfie aus Novi Vinodolski.

Den Captain lernte ich am nächsten Morgen nach einer guten zweiten Nacht im Womo kennen. Er (Chef des Lokals) erklärte, hier habe es nie einen offiziellen Stellplatz gegeben. Jetzt im Winter sei es kein Problem, aber während der Saison könne ich hier nicht stehen bleiben. Zudem gäbe es viele Campingplätze hier entlang der Route in den Süden.

Aha, soviel zu Stellplatzführern, die 7 Jahre alt sind. Den Stellplatz beim Arboretum in Slowenien habe ich tags zuvor auch nicht gefunden. Den gibt es nicht, nur einen Busparkplatz. Und bis Senj hinunter reihen sich viele Auto Camps an der Magistrala entlang. Eine Ausrede, keinen Stellplatz für eine Nacht gefunden zu haben, kann es also während der Reisesaison gar nicht geben. An einem dieser offiziellen Plätze kommt man sicher rein.

Ziel der Anreise: Insel Pag

Am Montag erwartete mich nach einem Espresso und kurzer Tagesplanung nur noch knapp 2 Stunden Fahrt bis auf die Insel Pag.

Die Fähre fährt auch jetzt im „kroatischen Winter“ alle 1,5 Stunden. Sie ist also regelmäßig und mehrmals am Tag unterwegs. Und ich hatte Glück. Zwei Minuten vor Abfahrt kaufte ich mir das Ticket und rauf ging es auf das Schiff. Kaum hatte ich das Tourmobil abgestellt, ging hinter mir die Klappe hoch und wir legten ab. So knapp war es wirklich noch nie.

Drüben angekommen stand für mich schnell fest: Diese Insel ist eine einzige Geröllhalde. Kalkstein wohin man blickt, aber cool. Erinnert mich ein wenig an Texas, im Süden am Weg nach El Paso im Februar.

Kroatien im März – weder Frühling noch Winter

Mein erster Eindruck von Pag ist aber eine andere Geschichte, in der auch nette Badebuchten, Olivenhaine und Schafherden, ein zuvorkommender Einheimischer mit BMW und Pager Käse eine Rolle spielen. Darüber möchte ich in meinem nächsten Beitrag erzählen.

Meine Anreise zu Kroatien im März hatte ich also geschafft. Und ich war in einer Jahreszeit gelandet, die man weder als Frühling, noch als Winter bezeichnen kann. Die Bora sagt hier nämlich, wo es schon Frühling werden darf.

An dieser Stelle gibt es auch noch einen Rückblick. So entstand unser Tourmobil, das mit der Socialmedia Chefin nun in diesem Reisejahr unterwegs ist:

Ein Gedanke zu „Kroatien im März – Anreise mit Überraschungen“

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