Wenn’s riecht, Stöpsel zu! – Ein Kommentar

IMG_0697Ich also unterwegs, ein paar Tausend Kilometer, in Italien. Volle Hitze, pralle Sonne. Nur morgens war es ein wenig kühler, und trotzdem roch es im Wohnmobil kurz nach Beginn einer Fahrt nach faulen Zwiebeln, oder so.

Die Suche nach einer solchen Zwiebel blieb erfolglos. Vielmehr verlor sich der Geruch mit zunehmender Durchlüftung des Wagens. Trotzdem blieb er als verlässlicher morgendlicher Begleiter in meiner Nase.

Erst ein „alter“ Camper – zugegeben, das ist ja auch mein erster Wohnmobil-Sommer – machte mich auf folgenden Umstand aufmerksam. Der Abfluss riecht nämlich, wenn man wegfährt. Es entsteht ein Unterdruck und dann haut es den Abwassergeruch aus dem Grauwassertank heraus.

Was tun? Stöpsel zu und zwar rigoros. Die Stöpsel in den Waschbecken in Küche und Bad müssen verschlossen werden. Und zwar vor Fahrtantritt. Dann hat der Zwiebelgeruch – oder was auch immer danach duftet – keine Chance, mich in der Nase zu kitzeln.

Vielen Dank an den lieben Profi-Camper Manfred. Ein unbezahlbarer Campertipp für Geruch, den ich gerne weitergebe.

– Angelika Wohofsky

Weißes Gold von schwarzen Kühen

Schon zur Römerzeit war ein kleiner weißer, kugeliger Käse der Renner. Aus Büffelmilch hergestellt und frisch genossen – der Mozzarella. Die schwarzen Kühe des Wasserbüffels geben die Milch dieses weißen Goldes. Und die süditalienische Region Kampanien ist der Ursprung der Büffelmozzarella.

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Hunde lieben Spiaggia Lunga, Kinder auch

Die Wellen schlagen an den Strand, ich schwimme am frühen Morgen im Meer. Jogger ziehen vorbei, und zahlreiche Hunde schlendern neben ihren Besitzern den Strand entlang. Ich schlug mein Quartier am östlichsten Zipfel des Gargano-Bergmassivs zwischen Peschici und Vieste auf, am Campingplatz Spiaggia Lunga in Italien.

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Essen bis zum Abwinken – Ein Kommentar

„Mir graut schon vor der Hochzeit. Dann müssen wir den ganzen Tag essen!“ – Rosaria, unsere Betreuerin in Baia Domizia, nimmt mich mit in ein süditalienisches Restaurant. Eines, das hauptsächlich von Italienern besucht wird und das man als Tourist so nicht findet. Sie will mir ein authentisches italienisches Essen zeigen. Eines mit Vorspeise, erstem Gang, zweitem Gang, Nachspeise und Digestiv.

Wir haben Lust auf Fisch und Meer, bestellen eine Vorspeisenplatte mit allerlei Meeresfrüchten drauf. Dann kommt’s. Zuerst mal Fladenbrot aus Pizzateig, mit Rosmarin gewürzt. Gleich danach ein großer Teller mit Muscheln und Riesenscampi drauf – flambiert serviert. Wo ist unser Vorspeisenteller? Ach da kommt er ja. Es haut uns um. Diese Platte reicht auch für vier Personen! Tintenfisch auf zweierlei Art (gefüllt und gegrillt und ganz kleine Exemplare in einer Sauce mit Tomaten, Bruschetta belegt mit Paprika, Krabbencocktail, marinierter Lachs, gebackene Zucchiniblüten und das für Kampanien typische Bohnengericht.

Wir machen uns dran und futtern drauf los. Virgilio, der Chef des Hauses, meint nur: „piano, piano“. Also „langsam, langsam“, schließlich soll noch Platz für mehr sein. Schließlich ist das nur Vorspeise, bevor es richtig zur Sache geht.

Während des Essens meint Rosaria zu mir: „Wir sind bei einer Hochzeit eingeladen. Und dann wird nur gegessen. Ist wirklich anstrengend, so eine typische süditalienische Hochzeit!“ Sie erzählt, man würde mit einem Aperitiv und Kleingebäck beginnen, dann kämen Vorspeisen wie unsere hier, gefolgt vom Pastagericht.  Danach isst man Fleisch mit Beilagen wie Gemüse oder Kartoffel. Und bevor das Dessert serviert wird, hätte man sich der für diese Gegend typischen Büffel-Mozarella zu stellen. Das Dessert? Das ist im besten Fall Obst, viel eher aber eine Schokoladentorte mit Mandeln oder andere Süßspeisen. Das Ende eines solch üppigen Mahles zeigt ein Espresso oder ein Grappa an.

Ich schnappe nach Luft und bin satt, voll bis obenhin. Rosaria – sie ist Italienerin – und mich plagt das schlechte Gewissen. Unsere guten Vorsätze richtig süditalienisch bei Virgilio zu essen, können wir vergessen. Es geht nichts mehr. Stattdessen beschließen wir, morgen Abend wieder zu kommen und dann mit dem ersten Gang, einem Pastagericht weiter zu machen. Wo essen die Süditaliener bloß das alles hin???

– Angelika Wohofsky

Wohnmobil-Camping-Urlaub Tipps von GEBETSROITHER

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