Reisen mit dem Wohnmobil – Praxistest

IMG_0697Als Neuling unter den Reisemobilisten hatte ich diesen Sommer reichlich Gelegenheit ein paar Wohnmobile zu „testen“.  Insgesamt fuhr ich mit 3 verschiedenen Modellen, teil- und vollintegriert,  rund 9500 Kilometer. Außerdem zähle ich bereits selbst zur Zielgruppe, die sich solche Freizeitfahrzeuge zulegt.

Faktencheck für Reisen mit dem Wohnmobil

Wenn du nicht mehr so leicht die Sprossen in ein Hochbett hinauf kletterst, dann bleib bei einem Modell, wo das Bett bequem „ebenerdig“ erreichbar ist. Ein Hubbett kommt nur in Frage, wenn man es tief, beinahe auf Sitzbank-Niveau herunterlassen kann und dieses  über eine elektrische Hebetechnologie  verfügt.

Eine großzügige Sitzecke ist von Vorteil. Komfort beim Essen ist eine äußerst angenehme Sache.

Das Bad muss geräumig sein, sodass man sich in der Dusche auch bewegen kann. Bestenfalls sind Bad und WC  eine  voneinander getrennte Einheit.

Ein zweites Abtropfbecken im Küchenblock, Haushaltskühlschrank mit Eisfach und ein in die Kochzelle integrierter Abfluss sind von Vorteil.

Der wichtigste Stauraum ist die Heckgarage. Dort müssen Campingtisch und Campingsessel Platz finden.

Im Frühling und Herbst kann es in der Nacht schon kühl werden. Ein Ganzjahres-Wohnmobil ist immer von Vorteil, mit Heizung und wegen der besseren Isolierung. Stichwort: comprex-Aufbau und Alde Heizung.

Auf geringes Eigengewicht beim WoMo achten, denn zugeladen wird gleich mal ordentlich. Das Gewicht von Campingutensilien, vollem Kühlschrank und persönlichen Utensilien muss großzügig kalkuliert werden. Man glaubt ja gar nicht, was das eigene Zeugs wiegt!

Eine ordentliche Motorisierung ist Gold wert. Mein persönlicher Favorit: 150 PS Turbodiesel von Fiat. Plus leichte Zugänglichkeit zu Batterie, Ladegerät und Sicherungskasten.

Wichtiges Ersatzteil: ein zweites Ladekabel fürs Womo mitnehmen. Auf nicht allen Plätzen kann man nämlich kreuzungsfrei anschließen. Das Kabel kann durch Überfahren mit Autos beschädigt werden.

Die bevorzugten Reiseziele und Tourenarten bestimmen wesentlich die Wahl des Wohnmobils. Dabei gilt: Je mehr Platz im Womo, umso größer wird meist das Fahrzeug. Und wenn man sich bevorzugt in südlichen Ländern aufhält, dann wird man über ein schmales, nicht zu hohes Wohnmobil wegen der schmalen Straßen und engen Stadtdurchfahrten  glücklich sein. Hier gilt auch: Wer viel mit Autofähren reist, legt sich ein Wohnmobil unter 7 Meter Länge zu. Darüber wird’s nämlich teuer, das Ticket für die Fähre.

Und zum Schluss nicht vergessen: So ein Wohnmobil ist eine Investition für viele Jahre. Man sollte also dran denken, dass es in 15 Jahren auch noch den eigenen Komfortanforderungen entspricht. Schließlich werden wir alle nicht jünger. 😉

– Angelika Wohofsky

Tipp: Beste Möglichkeit, sich noch über Wohnmobile, Wohnwägen und Camping zu informieren: Caravan Salon Austria, Wels, vom 14. bis 18. Oktober, am Messestand von Gebetsroither.

 

0 Gedanken zu „Reisen mit dem Wohnmobil – Praxistest“

  1. Informativ und lesenswert! Wir fahren unseren Pössl seit 6 Jahren und die 120000 km hat er brav und ohne Probleme gemeistert.
    Wir schauen uns gerne und oft andere Womo an aber sind sie innen geräumig sind sie es leider außen auch.
    Wir hoffen das die Erfindung der Mitteldusche bald wieder vom Markt verschwindet. Dann könnten wir in 4 Jahren viiiieeeöeicht über ein 6.36 m Fahrzeug nachdenken. Aber bis dahin gibt’s für uns nichts Besseres und Schöneres als unser eigenes Rollhotel???

    LG

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