San Remo – Stadt der Blumen und Villen

Wer sich in den Nordwesten Italiens verirrt, sollte unbedingt in San Remo Station machen. Nicht nur, weil diese Stadt an der Ligurischen Küste die Hauptstadt der Schnittblumen ist. Sondern weil man hier auch Villen der Jahrhundertwende bestaunen kann. Und das ehemalige Fischerdorf ein zentraler Ausgangspunkt für Ausflüge ins nahe Frankreich darstellt.

Wie ein Amphitheater umspannt die Ligurische Küste den Golf von Genua. Neben Sandstränden gibt es hier lange Promenaden. Weiter im Westen finden sich pompöse Villen der Belle Epoque. Alles Zeitzeugen des beginnenden 20. Jahrhunderts, als sich das kulturelle Leben an den Boulevards der Metropolen, in Cafés, Galerien, Ateliers und Salons abspielte. Die Belle Epoque („Schöne Epoche“) war die Zeit des gehobenen Bürgertums, der Beginn des Massentourismus. Sie gilt aber auch als Zeit beispielsweise eines Gustav Klimt, eines Émile Zola und Arnold Schönberg.

San Remo
Die Villen der Belle Epoque in San Remo. Hier das Casino dieser Kurstadt an der Ligurischen Küste.

San Remo stieg während der Belle Epoque vom Fischerdorf zu einem mondänen Kurort der Reichen und Wohlhabenden auf. Selbst Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn kurte hier am Mittelmeer. Nur die engen Gassen der Altstadt geben heute noch Zeugnis von vergangenen Zeiten mit Piraten und Fischern ab. Diese Altstadt im orientalischen Stil bezaubert durch enge und überdachte Gassen und Plätze, die in den Fels hinein gebaut wurden.

Palmen, Nelken, Rosen aus San Remo
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Eingeparkt und gut beschattet.

Wir beziehen unseren Stellplatz am Camping Villagio dei Fiori zwischen Palmen. Das milde Klima an der Ligurischen Küste ermöglicht eine üppige Vegetation mit suptropischem Flair. Verschiedene Palmenarten wurden von Nordafrika oder den Suptropen importiert. Ansonsten ist die Vegetation an der ligurischen Küste von Macchie geprägt: also Steineichen, Mastixstrauch, Kreuzdorn, Ginster, Myrte und Erdbeerbaum.

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Pool unter Palmen. Wir machten Station mit unserem Wohnmobil in Villagio dei Fiori.

So genießen wir den Pool unter Palmen, lauschige Buchten mit Sandstrand und eine sehr grüne und üppig bepflanzte Campinganlage. Die Pizzeria mit Meerblick in Villagio dei Fiori nehmen wir beim Anblick dieser tropisch anmutenden Fülle einfach als selbstverständlich hin.

San Remo gilt außerdem als Zentrum der Zucht von Nelken und Rosen. So ist es als Blumenstadt bekannt. Überhaupt ist heute die Blumen- und Pflanzenzucht für den wirtschaftlichen Wohlstand der Kurstadt San Remo verantwortlich. Rund 200 Betriebe sind diesem Wirtschaftszweig zugeordnet. Kein Wunder also, wenn es überall Gartenanlagen gibt und sogar ein Blumenfestival alljährlich in San Remo stattfindet.

Radeln auf der Bahntrasse
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Die zum Radweg umgebaute ehemalige Bahntrasse mit ihren Tunnelsystemen bei San Remo ist bestens beleuchtet.

 

Seit 1872 führt auch eine Bahn entlang der Ligurischen Küste. Früher reisten auf ihr Zehntausende Touristen an.

Da die Trasse jedoch für den zweispurigen Ausbau an einigen Teilstücken nicht mehr in Frage kam, legte man die historische Bahntrasse ab der 2000er Jahre dort still. Und baute diese zu einem Radweg um.

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Raus aus dem Tunnel und entlang der alten Bahntrasse radeln wir entlang der Küste von San Remo.

Die heutige Bahnstrecke von Genua nach Ventimiglia (das ist kurz vor Monaco an der Grenze zu Frankreich) führt also auf anderen Wegen die Küste entlang. Auf der alten Bahntrasse kann man nun entlang der Blumenküste rund um San Remo wunderbar Radfahren. Biken mit Aussicht auf das Meer und entlang der Villen vergangener Zeiten. Genussradeln mit Weitblick auf 24 Kilometern. Übrigens, die ehemaligen Bahntunnel sind für die Radfahrer gut ausgeleuchtet.

Fürstliches Monaco
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Hier gehen die Super-Jachten der Super-Reichen vor Anker.

Wenn man schon in dieser Ecke weilt, zahlt sich ein Ausflug ins nahe Fürstentum Monaco aus. Der zweitkleinste Staat der Welt steht für Luxus pur und für die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten dieser Welt. Exakt 18.229 Einwohner leben hier auf einem Quadratkilometer; Insgesamt hat das Fürstentum nur rund 2 Quadratkilometer Landesfläche. Es findet also ein dicht gedrängtes Leben hier statt.

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Monaco ist auch als „Manhattan des Mittelmeeres“ bekannt.

Die rege Bautätigkeit Monacos führte dazu, dass man das Fürstentum auch als „Manhattan am Mittelmeer“ bezeichnet. Und das sieht man, wenn man das Panorama von Monaco von der Küstenstraße aus betrachtet. Den Reichtum und Luxus, unzählige Bauwerke auf kleinstem Raum.

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In Monaco können die besonders großen Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Und eine mondäne Hafenanlage, in der die besonders großen Kreuzfahrtschiffe anlegen können, bietet das Fürstentum Monaco obendrein. Wer übrigens hier eine Immobilie kaufen will, muss schon mehr als 46.000 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen.

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Im Innern der Kathedrale von Monaco.

Es wundert auch nicht, dass Monaco mit Superlativen aufwartet. Dazu zählen der Formel-1-Grand-Prix in den Straßen der Stadt und das größte Zirkusfestival der Welt. Bei diesem wird der Oscar der Zirkuswelt, der Goldene Clown, verliehen.

Monaco hat aber auch die höchsten Immobilienpreise der Welt und verfügt über ein Ozeanographisches Museum, das auf einer Felsklippe 85 Meter über dem Meer erbaut wurde. Und, das  4.000 Fischarten präsentiert.

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Kathedrale von Monaco: Wuchtiges Monument.

Als Fürstentum muss es einen Fürstenpalast und eine fürstliche Kathedrale besitzen. Beide Bauwerke sind beeindruckende Monumente dieses Stadt-Staates und seiner Herrscherfamilie, der Grimaldis. Und auch die Jachthäfen protzen mit Superlativen. Hier liegen die Superjachten der Reichen vor Anker. In Monaco ist alles groß und mondän.

Wer also unterwegs in den europäischen Westen ist und sich die Mittelmeerküste entlang bewegt, für den stellt San Remo ein guter Ausgangspunkt dar. Einerseits kann man nach Genua zurückfahren, dort die Fähre nehmen und in  Sardinien weiterreisen. Andererseits kann diese Blumenstadt Liguriens auf der Route nach Südfrankreich und Spanien liegen.

Ausflugstipps von San Remo ausgehend gratis herunterladen: Ausflugstipps San Remo

2 Gedanken zu „San Remo – Stadt der Blumen und Villen“

  1. Waren vom 28.12.2014 – 20.01.2015 in einem Mobilheim auf Camping die Fiori.Das Wetter war sehr angenehm im Schnitt 15 Grad,Ausflüge nach Monaca 15 km,oder Nizza 30 km,waren einfach spitze.Haben wieder für den ganzen Jänner im Jahr 2016 gebucht.Bestens zum empfehlen.Familie Pieran Kapfenberg.

    1. Vielen Dank für diese Rückmeldung. Und es freut auch die Redaktion von ReisenMobil, dass Ihr Aufenthalt in San Remo ein so angenehmer war. Falls Sie uns ein Foto von Ihrem Urlaub schicken wollen, veröffentlichen wir es gerne auf der Facebook-Seite von Gebetsroither International.
      Besten Gruß nach Kapfenberg!

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