Fischer in Santa Marina

Reisetipp des Monats – Santa Marina

In der Bucht von Santa Marina lässt es sich gut Fisch essen. Der kleine Fischerhafen bei Vabriga gilt als Geheimtipp. Dort erlebt man ein ursprüngliches Kroatien mit Fischern, die am frühen Morgen ihren Fang ausladen.

Unser Reisetipp des Monats führt nach Istrien. Genauer gesagt nach Vabriga. Der Ort liegt an der Zufahrt zum Camping Lanterna. Biegt man jedoch nicht zum Campingplatz hinunter ab und folgt den Schildern „Santa Marina“, dann gelangt man zu einer flachen Bucht. In dieser legen kleine Fischerboote an.

Santa Marina, Bucht, Istrien
Bucht und Fischerhafen von Santa Marina bei Ebbe am frühen Morgen; Vabriga, Istrien.

Dort gibt es noch ursprüngliche Bootsstege, die so wackelig aussehen, dass man sich nicht traut, diese zu betreten. Und es liegen an diesem Ort nur eine Handvoll größerer Boote vor Anker.

Was man nicht in diesem beschaulichen Fischerhafen sieht, sind große Fischtrawler. Vielmehr bekommt man den Eindruck, den richtig großen, kommerziellen Fischfang gibt es hier nicht.

Bootssteg, Santa Marina
Bootssteg mit Fischerboot in der Bucht von Santa Marina. bei Vabriga, Istrien.

Die Straße von Vabriga kommend führt durch ein Wäldchen hinunter in die flache Bucht von Santa Marina. Dort stehen ein paar Gebäude, drei davon sind Restaurants. Sie werben mit frischem Fisch und frischen Muschelgerichten.

Fischessen in Santa Marina

Santa Marina, Fischrestaurant
Das Fischrestaurant Santa Marina in der Bucht von Santa Marina lädt zum Fischessen ein.

Eines dieser Restaurants in der Bucht von Santa Marina besuchten wir auf unserer jüngsten Fotoreise.

Live Musik im Fischrestaurant Santa Marina.
Live Musik im Fischrestaurant Santa Marina.

Das gleichnamige Restaurant „Santa Marina“ lockte schon mit dem Duft von frisch gegrilltem Fisch. Der schattige Gastgarten lud zum Platznehmen ein. Auch Kindern wird ein Programm geboten, liest man auf der Tafel, die am Eingang des Restaurants steht.

Makrele, Fisch
Gegrillte Makrele mit Kartoffel-Mangold Gemüse.

Ein Blick in die Karte des Restaurants zeigte, hier bekommt man besonderen Fisch serviert. Denn gegrillte Makrele oder Drachenkopf wird nicht überall in Kroatiens Grillrestaurants geboten. Natürlich stehen auch die bekannten Edelfische Brasse oder Thunfisch auf der Karte.

Ein kroatisches Muschelgericht darf nicht fehlen.
Ein kroatisches Muschelgericht darf nicht fehlen.

Unsere Wahl fiel auf die Makrele. Zuvor musste aber ein Muschelgericht probiert werden. Eine besondere Muschelart, die wir auch noch nie zuvor verspeist hatten. Und die wie kleine Jakobsmuscheln aussehen. Sie wurden in der üblichen Knoblauch-Sauce zubereitet. Und mit einer gerösteten Weißbrot-Scheibe serviert.

Beliebtes Lokal, reservieren notwendig

Ein wenig Plaudern mit dem Kellner stand auch ganz oben am Programm unseres Restaurantbesuches. Er erzählte, dass die Gäste von den umliegenden  Campingplätzen kämen. Ein Bummelzug bringt sie auch vom Camping Lanterna  in die Bucht von Santa Marina. Oder man fährt mit dem Rad zum Fischessen in diese ursprüngliche Ecke Istriens.

Ach ja, reservieren müsste man, meinte der Kellner freundlich. Denn abends ab 20 Uhr ist viel los. Trotzdem man Platz für 350 Gäste hätte, täte man gut daran, sich den Tischplatz zu reservieren. Das Lokal ist weitum beliebt, auch wegen der Live Musik.

Die Portionen waren super groß. Zur Makrele gab es obligates Kartoffel-Mangold-Gemüse dazu. Der Service war flott. Die Preise sind sehr freundlich gehalten.

Fotomotiv Fischer

Bucht, Santa Marina
Bucht und Fischerhafen von Santa Marina am frühen Morgen. Das Meer ist spiegelglatt.

Am Tag unserer Rückreise besuchten wir nochmals die Bucht von Santa Marina. Denn der freundliche Kellner des Restaurants, in dem wir am ersten Abend zum Fischessen waren, erzählte uns, die Fischer würden am frühen Morgen ihren Fang ausladen. Und hier in der Bucht anlegen. Er empfahl uns, zwischen 6 und 7 Uhr frühmorgens in der Bucht zu sein.

Also machten wir uns auf und standen schon vor 7 Uhr in der Früh am Kai des kleinen Fischerhafens. Das Meer spiegelglatt, 3 Autos unten am Steg. Und eine Handvoll Leute, die bei den Booten standen. Das fanden wir vor.

Fischer in Santa Marina
Fischer beim Ausladen und Sortieren ihres Fangs.

Ein altes Fischerpaar sortierte gerade auf seinem Kahn stehend den Fang aus dem Netz. Dieser landete in einem Eimer und wurde dann direkt vom Boot aus an einen der Wartenden verkauft.

Das geht in Kroatien noch. In Italien ist diese Art des Fischverkaufs verboten – EU Richtlinien stellen dies unter Strafe. Dort landet der frische Fang ausschließlich in Kühltransportern und geht in den Großhandel. In Kroatien hingegen kann man das ursprüngliche Fischer-Dasein noch erleben und frischen Fisch oder Muscheln direkt vom Boot kaufen.

Muschel, Fischer
Muscheln werden ausgeladen und vom Kai in Santa Marina abgeholt.

Zwei andere Kähne hatten ebenfalls angelegt und wuschen ihren Muschelfang. Diese wurden mit einer großen Schaufel in eine Waschanlage geschüttet, wo sie kräftig durchgeschrubbt und gewaschen am anderen Ende wieder herauskamen. Dort vom Förderband fielen und in Kisten verpackt auf die Kaimauer gestellt wurden.

Muschel, Fischer, Santa Marina
Frisch geerntete Muscheln landen in dieser Waschanlage und werden noch am Boot gereinigt.

Zusammenfassung

Nicht nur Fischliebhabern können wir die Bucht von Santa Marina mit ihren ursprünglichen Grill-Restaurants als Ausflugsziel empfehlen. Auch Hobbyfotografen finden dort nette Motive einer kroatischen Lebenswelt, die man nicht mehr allzu häufig antrifft.

Seilwinde, Fischerhafen, Bucht, Santa Marina
Seilwinde für den Bootsslip  in der Bucht von Santa Marina.

Ein Gedanke zu „Reisetipp des Monats – Santa Marina“

Kommentar verfassen