Tipps für Reisemobilisten

Einmal das Reisen mit dem Wohnmobil ausprobieren, das ist der Wunsch von immer mehr Menschen. Und manche schenken sich sogar eine solche Reise zum runden Geburtstag. Was Anfänger unter den Reisemobilisten allgemein und für eine Italien-Reise beachten sollten, haben wir hier kurz zusammengefasst.

Tipps für Reisemobilisten
Tipps für Reisemobilisten: Auch das ist ein 3,5 Tonnen Reisemobil und sieht nur groß aus!

Der erste Grundsatz: „Du bist ein Auto!“ Klassische Reisemobile sind als PKW bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht  typisiert. Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen. Sie sind ein Auto. Das bedeutet, man kann ganz normal fahren (Höchstgeschwindigkeit, Straßenwahl) und muss nur Höhen- und Breitenangaben für Straßen beachten.

Bei der Auswahl des passenden Reisemobils für den Urlaub sollte man das Urlaubsziel bzw. die Tour im Auge behalten. Je südlicher man in Italien fährt, umso enger werden Straßen bzw. die Durchfahrten durch kleine Ortschaften. Schmal und niedrig und nicht allzu lang sollte ein Reisemobil für einen solchen Ausflug in den Süden sein (3 Meter hoch, 2,5 Meter breit genügt völlig).

Achtung in Süditalien, Balkone können bei engen Ortsdurchfahrten in den Straßenbereich hinein ragen. Vorsicht also, was die Höhe des Reisemobils anbelangt. Und es erwarten einen in Küstennähe oft kurvenreiche Straßen mit Spitzkehren.

Tipps für Reisemobilisten fürs Fahren

Fahrverbote auf beliebten Ausflugsrouten für Reisemobile schon bei der Planung der Tour beachten! Oft stehen solche Verbotstafeln oder Hinweise neben großen Wegweisern. Also unterwegs dann auch genau schauen. Beispielsweise ist die Amalfitana eine der schönsten Küstenstraßen Europas zwischen Salerno/Vietri und Positone für Reisemobile gesperrt. Die Durchfahrt ist dort nur während der Nachtstunden zwischen 24 Uhr und 6:30 Uhr in der Früh möglich.

Zur Amalfitana: Wir konnten in Erfahrung bringen, dass die Zufahrt für Reisemobile eingeschränkt über Tramonti möglich sein soll. Diese Route aber auch zwischen Juli und August gesperrt wird, für alle, die mit Reisemobilen dorthin wollen. Das haben uns Einheimische dort erzählt. Falls es andere Infos dazu noch gibt, bitte schreibt uns einfach einen Kommentar! Der ADAC hingegen gab bereits im Vorjahr bekannt: Amalfiküste mit dem Wohnmobil geht wegen des beständig steigenden Verkehrsaufkommens auf dieser Küstenstraße, der SS163,  nicht mehr. Geldstrafen von 80 Euro können drohen, fährt man trotzdem.

Parken und Raststationen

Manche Sehenswürdigkeiten können nicht direkt mit dem Reisemobil erreicht werden. Dafür verfügen andere Destinationen über eigens ausgewiesene und beschilderte Parkplätze für Reisemobile. Nicht wundern also, wenn man ab und an mal ein paar hundert Meter zu Fuß zur Sehenswürdigkeit spazieren muss.

Viele Autobahn-Raststationen bieten in Italien auch einen „Camper-Service“ an. Dort kann man seinen Wassertank wieder auffüllen, das Grauwasser ablassen und die WC-Kassette entleeren und reinigen. Das heißt dort übrigens: „Kimik-WC“, genauso wie am Campingplatz.

Wer nicht immer auf Campingplätzen stehen möchte, wird auf Stellplätze fahren. Der ADAC hat dazu eine eigene APP im Programm. Mit dieser kann man sich die Stellplätze anzeigen lassen. Italien verfügt über ein besonders dichtes Netz an solchen Stellplätzen. Freies Campen ist aber nicht erlaubt.

Tipps für Reisemobilisten fürs Beladen

Beim Beladen des Reisemobils sollte auf das höchst zulässige Gesamtgewicht geachtet werden. Ganz besonders dann, wenn man schon auf der Rückreise ist und allerlei Mitbringsel eingepackt hat. Beispielsweise werden an der österreichisch-italienischen Grenze bei der Einreise nach Österreich alle Fahrzeuge ab 2,5 Tonnen höchst zulässiges Gesamtgewicht gerne vom Zoll bzw. der Polizei kontrolliert. So kann es vorkommen, dass man gemeinsam mit großen LKWs als Reisemobilist in Arnoldstein auf die Waage muss. Also, Vorsicht beim Zuladen im Urlaubsland.

Und nein, es ist nicht schwierig mit einem Reisemobil unterwegs zu sein. Nach zwei bis drei Stunden Fahrt hat man den Bogen raus. Nur achtgeben sollte man bei Regen. Vor allem in Süditalien können Nebenstraße wegen der vielen Schweißnähte und ausgebesserten Straßenbeläge ganz schön rutschig werden. Also runter vom Gas. Selbst überregionale Verbindungen können den Zustand einer Rumpelpiste aufweisen. Für lange Distanzen also besser die Autobahn wählen.

Wer mit dem Navi fährt, bitte kalkuliert zusätzliche Zeit besonders in Süditalien ein. Manche Zufahrtstraßen zu Campingplätzen (Beispiel Vieste bei Peschieri) sind so in den Berg hinein gebaut, dass man weitaus länger benötigt, als das Navi dies angibt.

Achtung Anfahrt Campingplätze: Diese halten Mittagsruhe. Meist ist eine Einfahrt oder ein Check-In für Neuankömmlinge zwischen 13 und 16 Uhr nicht möglich. Auch Ausfahrtszeiten beachten, vor allem dann, wenn man früh morgens aufbrechen möchte. Wenn man seine Ankunft nach 16 Uhr bis 21 Uhr legt, dann dürfte es keine Probleme geben. Wer sehr früh weiterfahren will, muss am Vorabend abrechnen. Und damit  kalkulieren, vor 7 Uhr früh nicht ausfahren zu können – wegen der Nachtruhe.

Fazit

Und zum Schluss: Wer noch ein Reisemobil für den Herbsturlaub sucht, der findet möglicherweise bei Gebetsroither seinen fahrbaren Reise-Untersatz und für den ganz persönlichen Luxus der Freiheit.

Kennt ihr schon unsere Cruising Europe Touren? Wir haben für euch Vorschläge für Wohnmobil-Touren zusammengestellt. Also einfach danach fragen, wenn ihr ein Wohnmobil bei Gebetsroither mietet!

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