Urlaub im Wohnwagen – Wie alles begann

Es war der 1. Februar 1981. Ein magisches Datum für die Firmengeschichte Gebetsroither. Damals begann nämlich die professionelle Vermietung von Wohnwagen auf Campingplätzen. Eine Erfolgsstory, die bis heute anhält.

Die Blogredaktion ist anlässlich der diesjährigen 35-Jahr-Feier von Gebetsroither auch mit der Redaktion der neuen Firmenchronik beschäftigt. Und soviel dürfen wir schon ausplaudern: Diese Story ist etwas ganz Besonderes.

Wohnwagen zum Mieten, das war das Geschäftsmodell von Robert Gebetsroither.
Wohnwagen zum Mieten, fix aufgestellt mit Vorzelt. Das war das Geschäftsmodell von Robert Gebetsroither, als er 1981 mit der Vermietung von Wohnwagen begann.

10 Wohnwagen zum mieten

Die Vermietung von Wohnwagen begann schon im Frühling 1981. Zuvor war der Firmengründer Robert Gebetsroither selbst immer wieder auf Campingurlaub mit der Familie in Kroatien gewesen.

Die lange Anreise mit dem Wohnwagen – keine Spur von Autobahn im damaligen Jugoslawien – und der mehrstündige Aufbau des Vorzeltes am Wohnwagen selbst genügten jedoch zur Entscheidung: „Das muss einfacher gehen!“ Denn ehrlich gesagt: Nach 8 Stunden Fahrt auch noch 4 oder 5 Stunden mit dem Vorzelt und der Fixierung des Wohnwagens sich herumplagen zu müssen, das macht keinen Spaß. Auf diese Art den Urlaub zu beginnen artet in Arbeit aus.

Vorzeltaufbau, nein Danke

Diese Prozedur wollen auch heute viele Camper nicht mehr auf sich nehmen. Außer jene, die mit eigenem Caravan unterwegs sind und ihr Lager für 4 oder 5 Wochen aufschlagen. Dann zahlt sich die Arbeit mit den Aufbauten am Campingplatz auch aus. Aber für 1 oder 2 Wochen schnell ans Meer fahren. Nein danke, da will man schon lieber in die fix und fertige Unterkunft ziehen.

Dieser Wunsch nach ein wenig Komfort beim Campingurlaub ist heute genauso stark vorhanden, wie damals in den 1980er Jahren.

Es sollte also ein müheloser und bequemer Campingurlaub im Wohnwagen geboten werden. Das war das Kernmotiv hinter der Firmengründung.

Erste Saison im Sommer 1981

Gesagt getan, die ersten 10 Wohnwagen stellte Robert Gebetsroither am Camping Zagori fix auf. Dazu kam zu jedem Wohnwagen ein Vorzelt, sodass der Gast wirklich nur noch anreisen musste. Diesen Campingplatz in Novi Vinodolski gibt es heute übrigens nicht mehr. An seiner Stelle steht heute das Hotel Zagori.

Die erste Vermietungssaison lief im Sommer 1981 gut an. Gleichzeitig wurden auch erste gebrauchte und neue Wohnwagen in diesem Jahr durch das Unternehmen Gebetsroither  verkauft. Das Geschäftsmodell ließ große Hoffnungen keimen. Die Leuten wollten ab jetzt Urlaub im Wohnwagen verbringen. Sollte dieses Konzept also aufgehen?

Wohnwagen und Reisemobile

Ja, das Konzept ging auf. Die Idee mit fix aufgestellten Wohnwagen auf Campingplätzen, nahe am Strand und natürlich auch an den „schönsten Stränden Europas“, wie es heute noch in der Firmenphilosphie heißt, lief so gut an, dass Robert Gebetsroither sein Business Zug um Zug  in den 1980er Jahren erweiterte. Neue Vermietungs-Standorte folgten auf Krk, in Istrien, aber auch in Ungarn und Italien. Tochterfirmen wurden in diesen Ländern gegründet.

Nahe am Strand, und immer an den schönsten Stränden. Dort stehen die Gebetsroither-Unterkünfte auch heute noch.
Nahe am Strand oder in bester Lage mit Blick aufs Meer, und immer an den schönsten Stränden Europas:  Dort stehen die Wohnwagen und Mobilheime von Gebetsroither.

Gleichzeitig boomte der Verkauf und die Vermietung von Reisemobilen, sodass Handels- und Vermietstationen in Graz, Wien, Klagenfurt, Wolfern und Traun eröffnet wurden.

Und weil die Nachfrage nach Wohnmobilen so gut lief, baute Robert Gebetsroither seine eigenen Reisemobile. Das „Gebetsroither-Lux-Reisemobil“ war geboren. Rund 220 Fahrzeuge liefen in der firmeneigenen Fertigungshalle im obersteirischen Liezen ab 1988 jährlich vom Band. Das Reisemobil wurde aus Chassis und Aufbauten von Bürstner (Lux) zusammengebaut. Typ: Alkoven.

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Ist das ein Wohnmobil aus der Anfangszeit von Gebetsroither?  Fest steht, es ging durch Gebetsroither-Hände, wie man am Aufkleber am Heck sieht.

Die Redaktion erinnert sich: Gerade Ende der 1980er Jahre waren Wohnwagen und Reisemobile der totale Hit. Kaum ein Studienkollege, der nicht vom Wohnwagen-Urlaub in Kroatien schwärmte (FKK natürlich). Kaum ein Studienkollege, der nicht nach einem eigenen „Bulli“ oder Campingbus Ausschau hielt. Und wir selbst waren mit Rucksack, Zelt und Schlafsack unterwegs, nahmen gerne Einladungen, mit Camper mitzufahren, an.

Jugoslawien-Krise und Neustart

Dann kam der Krieg. Die Jugoslawienkrise vernichtete zwischen 1990 und 1993 die Campingbranche. Der Totalzusammenbruch zog viele Pleiten mit sich. Auch Gebetsroither musste zurückrudern, sich wieder verkleinern und in einen Neustart gehen. Der gelang ab Herbst 1993. Und es sollte keine richtige Gebetsroither Erfolgsstory sein, die wir hier erzählen, wenn Robert Gebetsroither nicht auch in dieser schwierigen Situation die Gunst der Stunde zu nützen verstand. Er ging wieder mit einer Neuheit auf den Markt: Mobilheime.

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Die ersten Mobilheime von Gebetsroither, die 1996 aufgestellt wurden. Hier die erste Anlage auf der Insel Cres, auf Camping Slatina.

 

Die erste Mobilheim-Anlage in Kroatien überhaupt stellte Robert Gebetsroither eigenhändig (!) auf der Insel Cres am Camping Slatina auf. Die Vermietung startete in der Saison 1996 und schlug voll ein. Jetzt wollten die Kunden Urlaub im Mobilheim UND im Wohnwagen bei Gebetsroither buchen.

Wieder baute man das Vermietungsgeschäft über Kroatien auf. Robert Gebetsroither blieb also auch nach der Jugoslawienkrise seinem Kernland treu. Das brachte ihm 2003 auch eine Auszeichnung für seine Verdienste vom kroatischen Tourismus-Ministerium ein.

Firmengeschichte Gebetsroither mit Herausforderungen

Die Redaktion fragte den Firmengründer, wie man sich denn nach einem solchen Rückschlag motiviert. „Mir blieb nichts anderes übrig“, meinte dieser und erzählte, sein Neustart erfolgte mittels einer spezielle Management-Methode. Die nennt sich „Engpasskonzentrierte Strategie“ (EKS) und nützt Ressourcen, hat den Kundennutzen im Fokus. Keine Entscheidung ohne Kundennutzen, und das anwenden, was bereits da ist sowie vorsichtig investieren. So könnte man die EKS vereinfacht beschreiben.

Außerdem wurde das Verkaufs- und Vermietungsgeschäft von Liezen nach Wien (eine aufgelöste Geschäftspartnerschaft zwang ihn dazu) verlagert. Und mit der Errichtung von Mobilheimen auf Cres traf Robert Gebetsroither den Zeitgeist seiner Kunden.

Nach wie vor gilt: Moderne Mobilheime an den schönsten Stränden Europas.
Nach wie vor gilt: Moderne Mobilheime an den schönsten Stränden Europas.

Camping mit Gebetsroither

Seit diesem zweiten Anlauf, das Familienunternehmen wieder auf starke Beine zu stellen,  boomt die Mobilheim-Vermietung. Und das Vermietungs- und Verkaufsgeschäft von Reisemobilen legt, glaubt man den Marktanalysen, seit 2010 ebenfalls kräftig zu.

In der Zwischenzeit expandierte auch der Firmensitz: 2 Bürogebäude wurden errichtet. 1998 wurde das mittlerweile „alte“ Bürohaus gebaut, 2011 übersiedelte das Unternehmen in die neue Europazentrale in Weißenbach.

Das Unternehmen Gebetsroither hat sich in den vergangenen 15 Jahren zum absoluten Spezialisten für Campingurlaub  hoch gearbeitet. Und immer behält Gebetsroither seine Kunden dabei im Blickfeld: die Familie.

Firmengeschichte Gebetsroither
Die Familie ist nach wie vor DIE Zielgruppe von Gebetsroither.

„Das ist Freiheit pur. Es gibt keine Essenszeiten, die ich einhalten muss.“ (Gästestimme)

„Die Kinder müssen sich nicht zum Mittagessen umziehen. Wir essen, wann wir wollen und tun das im Badeanzug.“ (Gästestimme)

„Unsere Gäste kommen aus allen Schichten. Auch Akademiker lieben das Camping, weil sie dann frei und leger Urlaub machen können.“ (Harald Gebetsroither, GF)

Familienbetrieb in 2. Generation

Die Führung des Unternehmens ist bereits in zweiter Generation angelangt. Birgit und Harald Gebetsroither, die Kinder des Firmengründers, kümmern sich heute um die geschäftlichen Belange. Logisch ist auch, dass Beide quasi am Campingplatz aufgewachsen sind und das Geschäftsmodell von den Eltern  ins Blut gelegt bekamen. Denn Campingurlaub muss man mögen, will man in dieser Branche erfolgreich sein. Und der wird von der Familie Gebetsroither und auch von den heute bis zu 200 Mitarbeitern selbst gemocht und gelebt.  So kann man sagen: eingefleischte Camper bieten Campingurlaub für die Familie an. Sie erfüllen damit ihren Kunden die schönste Zeit im Jahr, nämlich einen freien Urlaub an den schönsten Stränden Europas.

„Wir lieben die Freiheit des Campings.“

Das klingt kitschig, ist es auch, aber sehr real. Denn wir von der Redaktion waren im Vorjahr rund 10.000 Kilometer weit von einem Gebetsroither-Standort zum nächsten unterwegs. Und wir stellten fest: Die Strände haben das gewisse Etwas. Jeder Platz ist auf seine ganz besondere Art ein Urlaubsparadies.

Urlaub in 9 Ländern Europas

Gebetsroither ist heute in 9 Ländern Europas vertreten und stellt mit mehr als 10.000 Gästebetten den größten Beherbergungsbetrieb Österreichs. Die Mobilheime sind außerdem in Besitz des Familienunternehmens. Es sind also „eigene Gästebetten“, die Gebetsroither im Programm hat.

Viele Stammkunden

Das Familienunternehmen, welches sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen mittelständischen Betrieb entwickeln konnte, verfügt auch über eine ansehnliche Zahl an Stammkunden. Denn 70 Prozent aller Buchungen werden von Stammkunden getätigt. Das sind 70 Prozent von jährlich 70.000 Gästen, die seit vielen Jahren mit Gebetsroither Urlaub machen.

Zu diesem Zweck funktioniert auch das strategische Ziel von Gebetsroither, den Kunden als Freund und Partner zu sehen. Viele Gebetsroither-Kunden sind in all den Jahren auch Freunde der Familie geworden.

Mit Slatina stellt man heute außerdem die zahlenmäßig größte Mobilheimanlage unter allen Angeboten. Und im europäischen Vergleich zählt Gebetsroither zu den Top 5 der Camping-Touroperators in Europa.

Zusammenfassung

Eine solche Firmengeschichte Gebetsroither ist nur mit totalem Einsatz möglich. Mit voller Aufmerksamkeit auf persönlichen Service, auf Qualität und bestmögliche Betreuung des Gastes vor Ort. Und auch mit einer ordentlichen Portion dessen, was der Firmengründer uns gegenüber erwähnte:

„Die Arbeit muss dir Freude machen. Das ist das Wichtigste!“ (Firmengründer Robert Gebetsroither)

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