Welt-Nudeltag

Welt-Nudeltag, und es lebe die Pasta!

Heute ist Welt-Nudeltag. Es lebe die Pasta! Und weil ich italienische Pastagerichte liebe, möchte ich anlässlich dieses Nudel-Ehrentages mit euch mein Wissen zum Thema „Nudeln“ teilen.

Die Nudel gehört nach Italien. Deswegen ist der Welt-Nudeltag wohl auch ein Tag der italienischen Pastagerichte. Denn 1995 wurde von den Nudelherstellern der 25. Oktober zum Welt-Nudeltag erhoben.

Die Italiener können sich mit dem Weltrekord schmücken, durchschnittlich 30 Kilogramm (!) Nudeln pro Person und Jahr zu verdrücken. Auf Platz 2 folgen dann schon die Griechen in der Welt-Nudel-Rangliste. Die fliegen regelrecht auf Spaghetti und Makkaroni. In Deutschland sind Spiralnudeln und Bandnudeln der Renner. Und in Amerika führen Lasagne und Makkaroni die Hitliste der Nudeln an.

Nudeln wurden schon vor 4000 Jahren in Asien hergestellt – Reisnudeln und Nudeln aus Mungobohnen, die als Glasnudeln bekannt sind. In Deutschland und Österreich kennt man Eiernudeln. Also Nudeln, die aus Weizenmehl und Eiern hergestellt werden. Aber die klassische italienische Pasta kommt gänzlich mit Hartweizengries und Wasser aus.

Pasta hat sich übrigens auch in Kroatien eingeschlichen. Besonders in der istrischen Küche findet man verschiedene Nudelgerichte mit der traditionellen Pasta-Spezialität „Pljukanci„. Das ist eine handgeformte Nudel, deren Teig Eier enthält.

Alles Pasta

Auch zum Campingurlaub gehört die Pasta. Was wäre ein schnelles Mittagsgericht im Urlaub ohne Nudeln? Und die beliebtesten Nudeln sind einfach die Spaghetti, die es in verschiedenen Stärken gibt. In Italien soll es an die 600 verschiedene Pastasorten geben. Die gängigsten kommen auf 50 verschiedene Nudelarten.

Nudel ist aber auch nicht gleich Nudel. So sind lange Nudeln (Pasta lunga) für dünne und leichte Saucen geeignet. Kleinteiligere und kurze Nudeln (Pasta corta) nehmen hingegen richtig dicke und grobkörnigere Saucen gerne auf. Die Faustregel:

Je schwerer die Sauce, desto breiter die Pasta.

Beispiel: Eine dicke, gehaltvolle Bolognese ergänzt sich bestens mit den breiten Lasagne-Nudeln. Die dünnen Spaghettini lieben ein Pesto. Orechetti oder Penne eine vollmundige Sauce auf Sahnebasis. Und die klassische Tomatensauce mit Basilikum wird sich mit der klassischen langen Spaghetti ideal vereinen. Der Fantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Richtig Nudeln kochen am Welt-Nudeltag!

Wie koche ich die Pasta? Viel Wasser ist das Geheimnis. Richtwert: für 500 Gramm trockene Pasta brauchst du 5 Liter Wasser und 5 Kaffeelöffel Salz.

Das Wasser nur salzen und die Pasta ins gleichmäßig kochende Wasser geben. KEIN ÖL ins Wasser!!! Sind die Nudeln al dente (bissfest, Garzeit auf der Verpackung beachten!) gekocht, dann das Wasser abgießen und einen guten Schuss bestes Olivenöl drüber gießen und mit den Nudeln vermischen. So kleben sie nicht. Danach soll es schnell gehen. Anrichten, Soße drauf, essen.

Die gekochten Nudeln mit kaltem Wasser abschrecken sollte man tunlichst vermeiden. Kein Italiener wird je der Pasta mit kaltem Wasser zu Leibe rücken! Auch bei mir kommt kein kaltes Wasser an die Pasta, denn es löst die Stärke heraus und macht die Nudel klebrig.

Und hier noch ein paar Tipps

  • Als Hauptgericht nimmt man 100 Gramm trockene Nudeln, als Vorspeise oder Zwischenmahlzeit genügt die Hälfte.
  • Parmesan kommt niemals auf Pastasaucen, die Fisch oder Meeresfrüchte enthalten.
  • Pasta essen die Italiener nur mit der Gabel. Der Löffel oder das Zerschneiden der Nudeln ist nicht üblich.
  • Die Tomatensauce wird nur mit Olivenöl, etwas gehackter Zwiebel, frischen und gehäuteten kleingewürfelten Tomaten, Salz und Pfeffer zubereitet.  Dazu Basilikum. Das ist der Klassiker unter den Sugos.
  • Der Italiener isst Pasta auch mal Zwischendurch als Snack.
  • Und in Italien wird quasi täglich Pasta verzehrt – so wie man hierzulande die Suppe als Vorspeise genießt.

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