Michael Ceron, Zitrusgarten in Kärnten

Ein Zitrusgarten in Kärnten – Ausflugstipp

Michael Ceron ist Zitrusgärtner. In Faak am See zieht der Zitronenliebhaber allerlei Saures und Süßes in Bioqualität. Der Zitrusgarten in Kärnten ist das ideale Ausflugsziel für einen schönen Herbsturlaub im Süden Österreichs.

Zitronen in Kärnten? Das geht niemals! Michael Ceron beweist das Gegenteil. In seinem Zitrusgarten in Faak am See wachsen 283 Sorten verschiedenster Zitrusbäume. Von der klassischen Zitrone über Mandarinensorten, von der Meyerii Zitrone bis hin zu Raritäten wie die Sorte „Buddhas Hand“.

Sie ist die Diva unter den Zitrusfrüchten und wird in der Spitzengastronomie wie Trüffel gehobelt verwendet. Der Michael Ceron beliefert Spitzenköche mit Buddhas Hand in Bio-Qualität aus eigener Ernte!

Sortenvielfalt und Raritäten

Ich nahm an einer Führung durch Michaels Zitrusgarten teil und war total beeindruckt. Von der Fülle der Sorten und der unterschiedlichen Verwendung der Früchte. Und ich habe viel für meine eigenen Zitruspflanzen gelernt: das richtige Umtopfen, die Lagerung und was man alles aus Zitronen herstellen kann. Habt ihr gewusst, dass das Bergamottöl von einer Zitruspflanze stammt? Und dass sich Zitronen bestens mit Einfrieren von portionsweisen Stücken konservieren lassen?

Hier zeige ich euch einen Ausschnitt von diesem neuen Wissen. Es geht ums Umtopfen.

Michael Ceron, Zitrusgarten in Kärnten
Zitrusgärtner Michael Ceron in seinem Zitrusgarten in Faak am See.

Ein Kurs im Umtopfen

Michael zeigt, dass Zitrusbäume Plastik nicht wirklich mögen. Den Wurzeln ist es darin zu heiß, sie verbrennen.  Nur Tontöpfe finden im Zitrusgarten in Kärnten Anwendung. Sie stehen auf einem Sockel, sodass überschüssiges Gieswasser abrinnen kann. Und sie bieten ein natürliches „Raumklima“.

Tontopf, ZItruspflanze
Auf tönernen Sockeln stehen die Tontöpfe mit den Zitruspflanzen. Das ist eine natürliche Umgebung für jeden Zitronenbaum.

Es wird laufend umgetopft, beim Michael Ceron. Die Pflanze wird dabei aus dem Topf gehoben und der Wurzelballen von Erde befreit.

Zitrusgarten in Kärnten, Umtopfen
Michael Ceron betont, dass der Wurzelballen von Erde befreit werden muss. Das Bäumchen hat sonst wenig Freude beim Wachsen, wenn die alte Erde noch dran ist.

Die freiliegenden Wurzeln werden danach einer Schnittkur unterzogen. Das sei wie Haare schneiden, meint Michael. Auch die Wurzeln mögen es, wenn ihre Spitzen geschnitten werden. Das regt das Wachstum an.

Zitrusgarten Wurzelballen
Haare schneiden für Zitrusbäume. Die Wurzelspitzen werden gekappt.

In den größeren Topf wird eine Tonscherbe über die Öffnung am Boden gelegt, damit das überschüssige Wasser aus dem Topf rinnen kann. Zitrusbäume mögen nämlich keine nassen Füße.

Dann folgen kleine Stücke von Lavagestein, erst danach wird der Zitrusbaum in frische Erde gesetzt. Michael Ceron hat dafür eine eigene Mischung erstellt. Ich habe sie mir angesehen und die Textur zeigt Anteile von Sand, Torf und Gartenerde.

Zitrusgarten Umtopfen
Rütteln am Topf ermöglicht der Erde in jede Lücke zu fallen. So kommt genug Erde in den neuen Topf und es werden Löcher, die das Wachstum verhindern, vermieden.

Ist der Zitrusbaum im neuen Topf, wird dieser ordentlich gerüttelt, sodass mögliche Löcher mit Erde gut gefüllt sind. Danach kommt etwas Bio-Zitrusdünger drauf. Und fertig ist das Werk.

Zitrusgarten in Kärnten
Auch die Blattspitzen werden beim Umtopfen von Zitruspflanzen geschnitten.

Damit die Zitruspflanzen nun verstehen, dass sie wieder wachsen dürfen, schneidet man die Haupttriebe um jeweils einen Zentimeter zurück. Das ist so eine Art Informationsvermittlung, die lautet: Bäumchen wachse jetzt!

Ein Leben ohne Zitrone ist nicht möglich! (Michael Ceron)

Gegossen wird übrigens auf die Erde, bis der Topf randvoll mit Wasser ist. Dieses sickert dann ein und überschüssiges Gießwasser rinnt nach unten hin ab.  Gegossen wird, wenn die Blattspitzen hängen.

Die Zitrone ist kein Bonsai!

Ein Zitrusbaum wird auch nicht wie ein Bonsai getrimmt. Die natürliche Wuchsform gleicht nämlich einer Trauerweide.

Wer Zitrusbäume in Form schneidet, handelt damit gegen die Natur, meint der Zitrusgärtner leidenschaftlich. Und er erklärt, er hätte ein wirklich fades Business. Zitruspflanzen leben an die 100 Jahre – das ist das Einzige, was sie vielleicht mit Bonsais gemeinsam haben. Bis ein Zitrusbaum erstmals blüht, kann das schon einige Jährchen dauern.

Tipp zum Zitrusgarten in Kärnten

Unser Tipp aus der Redaktion lautet also:

Bist du Zitruspflanzen-Fan, dann schau unbedingt beim Michael im Bio-Zitrusgarten in Faak am See vorbei. Hast du selbst Zitronenbaum, Kumquat und Co daheim stehen, dann schau auch beim Michael vorbei. Er beantwortet dir alle Fragen um Pflege und Kultivierung und bei Problemen mit euren zitronigen Schätzchen.

Führungen finden am Samstag statt. Geöffnet ist der Zitrusgarten außer Sonntag ab 10 Uhr.

Zitrusgarten in Kärnten
Das Glashaus im Zitrusgarten in Kärnten. Mit dabei unser Reisemaskottchen, das sehr angetan von den vielen Sorten war. 😉

Fazit

Der Zitrusgarten in Kärnten ist das ideale Ausflugsziel, wenn du Urlaub auf folgenden Campingplätzen verbringst.

  • Camping Poglitsch in Faak am See (Fahrzeit 4 min)
  • Camping Morgenfurt Ossiacher See (Fahrzeit 31 min)
  • Terrassencamping Ossiacher See (Fahrzeit 32 min)
  • Schluga Seecamping (Fahrzeit 33 min)
  • Schluga Camping Hermagor (Fahrzeit 37 min)
  • Camping Sabotnik (Fahrzeit 37 min)

Ihr seht, alles in akzeptabler Distanz für einen zitronigen Ausflug beim Herbsturlaub in Kärnten. Wir wünschen euch viel Spaß beim Michael im Bio-Zitrusgarten, dem ersten in Österreich. 🙂

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